Nähfieber in den Osterferien 2026 in Lampertheim
- birgit-textilkreativ

- 13. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Apr.
Osterferien? Eher: Nähfieber!

Kinder und Jugendliche beim Nähen begleiten – das war der Plan für die Osterferienkurse 2026.
Nadel, Faden, ein bisschen Stoff. Klingt easy?
Ja, schon……😎
Denn ziemlich schnell war klar: Hier wird nicht einfach ein Projekt genäht. Hier entsteht etwas Eigenes.
Mit Ideen, die plötzlich da sind. Mit Stoffen, die genau so sein müssen.
Und mit Entscheidungen, die von einer 10-Jährigen sehr ernsthaft am Tisch verhandelt werden – zum Beispiel, ob ihre Mäuse wirklich einen Garten brauchen. Oder doch lieber einen Pool.
Sie hatte am Ende beides. Natürlich.

Und dann füllt sich der Tisch Tag für Tag ein bisschen mehr. Da entstehen kleine Beutel, erste Stofftiere, die sofort Charakter haben, und kleine Monster, die irgendwie immer ein bisschen frecher aussehen als geplant. Herzen werden genäht – manchmal klein, manchmal sehr großzügig, und immer mit diesem „Das ist meins”-Gefühl.
Und dann… das Mäusehaus, das im Herbstkurs entstand, bekam weitere Mitbewohner.
Viele Mäuse. Wirklich viele.
Irgendwie war es dann nur logisch, dass daraus gleich eine ganze kleine Welt wird – inklusive Garten und Pool. Man muss ja schließlich, wie die Kinder sagen würden, „ordentlich wohnen”. 🐭 (Immobilienpreise im Mäusehaus: noch moderat. Aber die Nachfrage steigt.)

Ruhig wird es eigentlich nie, das wäre gelogen. Eher so: kurz konzentriert, dann wieder Stimmengewirr, Lachen, eine Frage quer durch den Raum, Ideen und dem gelegentlichen „warte mal, ich zeig dir das kurz” – entstehen die schönsten Dinge: Stifte-Mäppchen, kleine Taschen, zwei Körbchen für die Mäuse, Röcke und T-Shirts, die ganz selbstverständlich unter den Händen entstehen.

Ein besonderes Stoffstück zum Thema Weltraum wurde in ein Kissen verwandelt – von einem Jungen genäht, mit Hotelverschluss auf der Rückseite. Ruhig, konzentriert, Stück für Stück.
Und am Ende dieses kurze Innehalten: passt.

Was mich jedes Mal berührt: wie selbstverständlich die Kinder miteinander umgehen. Da wird geholfen, gezeigt, gelacht, gefragt, ausprobiert.
Und dann gibt es hier mittlerweile auch eine 10-Jährige, die ihre Nähmaschine in- und auswendig kennt. Wenn irgendwo ein kleines Drama ausbricht – „Meine Nähmaschine geht nicht mehr!“ – bleibt sie völlig entspannt. Ein kurzer Blick, ein Handgriff, vielleicht ein leises „Warte mal kurz“… und schon läuft alles wieder. Ganz selbstverständlich, ganz unaufgeregt. Und ich stehe manchmal daneben, schmunzle und denke: Gut, dass wir sie haben und ich hol dich dann, wenn ich mal nicht weiter weiß. 😇
Manchmal wird auch einfach gemeinsam gestaunt. Es wird kombiniert, verändert, neu gedacht – und ja, manchmal geht auch etwas schief. Aber dann gibt es diese Ups - Momente, in dem alle wissen: Jetzt ging was schief, aber halb so wild. Dafür gibt es den Nahttrenner. Oder es geht weiter, als wäre genau das Teil des Plans gewesen. ( Wie der eingenähte Arm bei dem süßen Monster)

Und vielleicht ist genau das das Schönste:

Dass hier nichts perfekt sein muss, um richtig gut zu sein.
Wenn Kreativität den Raum füllt, spielt es auch keine Rolle mehr, ob 8 oder 12 Jahre alt, Mädchen oder Junge. Dann zählt nur noch die Idee. Und dieses leise, stolze Lächeln, wenn ein Kind sein Werk in den Händen hält und ganz genau weiß: Das habe ich gemacht. 🧵

Das tolle Kissen entstand aus einem alten Bettbezug. Ist das nicht super?

Ist das nicht mega süß geworden?

Das Handytäschchen ist genau so geworden, wie es sich die junge Dame vorgestellt hat. 🙌

Das tolle Kissen wird verschenkt. Das freut mich auch immer.

Jeder der sich mit Patchwork auskennt, weiß, wie schwierig ist, so ein kleines Patchworkkissen zu nähen. 😇

Ein T-Shirt zu nähen, das perfekt passt, ist auch nicht so einfach. Hat aber hier super geklappt.🫶

Und dann gab es diesen einen Moment, der vermutlich unvergessen bleibt: als der große Gymnastikball dem Bügeleisen etwas zu nah kam … und danach einfach nicht mehr derselbe war. Nach dem kleinen Zwischenfall mit dem Gymnastikball war zwar kurz die Luft raus – im wahrsten Sinne – aber nachdem wir uns davon erholt hatten, wurde fleißig weitergenäht.

Kurse in den Sommerferien
Und wer jetzt beim Lesen oder Anschauen der Bilder denkt: „Das würde meinem Kind oder Teenager auch gefallen“ – die nächste Gelegenheit kommt in den Sommerferien.
Wenn dein Kind also Lust hat, selbst kreativ zu werden, eigene Projekte umzusetzen und dieses besondere „Hab ich selbst gemacht!“-Gefühl zu erleben, dann melde dich gerne.
In den Sommerferien gibt es Kurse in der 1./2./ und 5./6. Ferienwoche.
Sollten sich 4 Kinder zusammen anmelden, geht das auch in der 3. und 4. Woche der Sommerferien.
Hier findest du alle Infos und Termine zu den kommenden Kursen.
Ich freue mich auf viele neue Ideen, bunte Stoffe – und natürlich auf ganz viele kleine, große Nähprojekte. ✂️
Kreative Grüße Birgit


